Das EIR Board wurde in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Elektor entwickelt. Obwohl in erster Linie als Internet Radio konzipiert, ist es eine ideale und universelle Plattform für eigene Hardware- und Software-Projekte. Es basiert auf der AT91SAM7SE CPU von Atmel, dem VS1053 Audio Decoder von VLSI und Davicoms DM9000E Ethernet Controller.
Beim Entwurf der Hardware wurde Wert auf vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten gelegt. So sind alle relevanten Pins der CPU an drei Pfostenleisten verfügbar. 64 MBytes SDRAM, 64 MBytes serieller Flash-Speicher und ein MMC/SD-Karteneinschub bieten ausreichend Platz für große Datenmengen und anspruchsvolle Anwendungen.
Die Stecker für externe Anschlüsse sind so angelegt, dass sich das 100x100 mm große Board leicht in ein Gehäuse integrieren lässt. Damit eignet es sich sowohl für den Prototypen-Entwurf Ihrer eigenen Hardware als auch zur direkten Integration in Ihr Endprodukt.
Das robuste Board wird seit 2008 produziert und mit allen SMD Bauteilen bestückt ausgeliefert. Die im eigenen Haus durchgeführten Prüfverfahren garantieren eine gleichbleibend hohe Zuverlässigkeit. Alle konventionellen Bauteile sind lose beigelegt und können vom Anwender je nach Bedarf bestückt, ersetzt oder einfach weggelassen werden.
Anwendungen werden in der höheren Programmiersprache C erstellt, unter Verwendung der freien GNU-Tools. Eine aktive Open-Source-Community entwickelt und pflegt Nut/OS, ein kooperatives Multithreading Betriebssystem mit TCP/IP-Stack, welches insbesondere für kleine eingebettete Systeme entworfen wurde. Dessen ausführlich dokumentierter Quelltext bietet eine einfache Anwenderschnittstelle, die der C Programmierung von PCs sehr ähnlich ist. Obwohl bereits für das EIR vorkonfiguriert, lassen sich alle wichtigen Einstellungen in einer graphischen Oberfläche unter Windows, Linux und Mac OS X schnell mit wenigen Mausklicks an spezielle Anforderungen anpassen.
Ein vollständiger Internet-fähiger Webserver benötigt weniger als 100 kBytes Flash und 20 kBytes RAM. Dies läßt genügend Raum für ehrgeizige Produktideen, inklusive eines per Webbrowser steuerbaren Internet Radios, das bereits vor der Auslieferung auf das Board programmiert wird. Die Nut/OS Distribution enthält weitere nützliche Anwendungsbeispiele.
Mehrere Firmen mit langjähriger Erfahrung in Nut/OS Software und kompatibler Hardware bieten kommerzielle Unterstützung.
Weiterhin sind Mailinglisten ein wichtiger Bestandteil diese Open-Source-Projekts, in denen Entwickler ihre Erfahrungen austauschen und bei der Lösung von Problemen behilflich sind.
Der gesamte Quellcode für das Zielsystem und der Entwurf der Hardware werden unter der freizügigen BSD-Lizenz veröffentlicht, die deren gebührenfreie Verwendung in kommerziellen Produkten erlaubt. Im Gegensatz zu einigen anderen Open-Source-Lizenzmodellen besteht keine Pflicht zur Veröffentlichung eigener Erweiterungen.